Amigos & Artistas

 
04August
2014

13. Tag- Abreise

Wir sitzen gerade am Flughafen in Houston und warten auf unseren Anschlussflug nach Frankfurt. Als wir in Managua losflogen, rollten so einige Tränen die Wangen hinunter. Sowohl auf der Seite der Deutschen, als auch bei den Nicas. Wir haben uns in diesen 2 Wochen so an einander gewöhnt, uns so gut kennen gelernt und voneinander gelernt. Es war nicht nur ein Zirkusaustausch, sondern auch ein Austausch der Kulturen. Die Zirkusgemeinschaft und das Zirkusfieber hat uns alle erfasst. Wenn wir zu 30. in dem kleinen Bus fuhren und Nestor rief: „Todo disent Circo!“ und der ganze Bus zur Antwort schrie: „Circo!!!“ dann machte sich ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl breit. Wir haben zusammen eine tolle Show auf die Beine gestellt und alle Hürden, die die Organisation davon erforderte, mit Bravur gemeistert. Auch wenn keiner der Nicas toll Deutsch sprach und keiner von den Deutschen mehr als ein paar Worte Spanisch konnte, verständigten wir uns meist problemlos, lachten zusammen und schlossen Freundschaften. Wir haben gelernt, dass Worte nicht immer das Wichtigste sind, sondern dass die Ausstrahlung, das Auftreten, die Gesten und das Lächeln einer Person ausreichen um sie zu verstehen, um Freundschaften zu schließen.

Abreise

Diese 2 Wochen sind wie im Fluge an uns vorbei gezogen, und nun sitzen wir wieder einmal am Flughafen. Wieder alle erschöpft und müde, aber diesmal glücklich und zufrieden, mit vielen schönen, neuen Erinnerungen, an die wir denken können.

04August
2014

12. Tag

Für den letzten Tag war ein Ausflug zu einem Kinderzirkus in Granada geplant. In diesem Zirkus werden nicht nur Zirkuskünste trainiert, sondern auch Pantomime, Theater und außerdem bietet er vielen Kindern ein warmes Mittagessen an.
Die Kinder waren alle noch sehr jung, aber trotzdem sehr begeistert bei der Sache. Wir führten, Nicas und Deutsche, einige Ausschnitte aus unserer großen Show vor und auch die Zirkuskünstler aus Granada gaben etwas zum besten. In dem Zirkus den wir besuchten, war gerade selbst ein kleiner Teil einer Zirkusgruppe aus Kanada zu Besuch.
Nach dem kleinen Austausch der Nummern, begannen wir ein offenes Training. Es war toll zu sehen wir sich 4 verschiedene Zirkusgruppen an die Hand nehmen, sich austauschen, Erfahrungen weiter geben, zusammen lachen und neue Erfahrungen machen.
Die kleinen Kinder des Zirkusses aus Granada waren von der Slackline, die wir mitgebracht hatten begeistert und wurden nicht müde uns wieder und wieder aufzufordern, sie über das Seil zu geleiten.

Anna und Kind Slackline   

Es wurden Akrobatikfiguren ausgetauscht und ausprobiert, Jonglagetricks gemeinsam erarbeitet und am Ende des Nachmittags gingen alle 4 Gruppen, reich an neuen Erfahrungen nach Hause.

Sandro Akrobatik      Gruppenfoto Zirkus Granada

Doch für uns war der Tag noch nicht zu Ende. Nach dem Abendessen veranstalteten wir eine kleine Show für die Hotelgäste, das Personal und uns am Strand. Das war eine ganz besondere Location, an der wir wohl so schnell nicht mehr spielen werden. Die Feuernummer war im dunklen natürlich besonders beeindruckend. Es herrschte super Stimmung und wir tanzten mehr von der Bühne als das wir gingen.

Show Laguna Feuer 2    Show Laguna Feuer

Noch lange saßen wir das letztes Mal alle gemeinsam (Nicas und Deutsche) unter dem beeindruckenden Sternenhimmel. Wir wurden alle etwas wehmütig weil dies der letzte Abend war und morgen der Tag des Abschiedes gekommen war.

31Juli
2014

11. Tag

Nachdem wir gestern einen eher ruhigen Tag verbracht hatten, begannen wir den heutigen Tag mit einem Ausflug zu dem 123 Jahre alten Fort “Coyotepe“, was Ende der 70er Jahre in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Wir konnten die Folterkammer und die Zellen besichtigen. Danach bestiegen wir den aktiven “Vulkan Masaya“. Es roch nach Schwefel und rauchte so stark, dass wir kaum etwas sehen konnten. Nachdem wir uns mit Früchten gestärkt hatten, fuhren wir weiter in die Stadt Catarina, in der wir zu Mittag aßen und ein bisschen durch die Gässchen bummelten. Bevor wir wieder zurück zum Hostel fuhren, genossen wir die beeindruckende Aussicht über die gesamte Lagune.

Simon und Sadan  der Aufstieg zum VulkanLaguna de Apoyo

31Juli
2014

10. Tag

Wir wachten bei einem traumhaften Wetter auf. Blauer Himmel, blaues Wasser, und ein lauer Wind, der die Schwimmbrücke schaukeln ließ.

Die Aussicht vom Essensbereich des HostelsLaguna de Apoyo

Wir verbrachten fast den ganzen Tag im Wasser, bis wir am Nachmittag einen kleinen Ausflug zu einem anderen Strand machten. Auf dem Weg durch den Wald sahen wir Affen in den Bäumen umher springen.

Brüllaffe in action

Doch die Hitze war fast unerträglich und so waren wir froh, endlich das Wasser erreicht zu haben.
Am Abend gaben wir am Strand eine kleine Feuershow für die restlichen Gäste des Hostels. Die brennenden Fackeln flackernden über dem Wasser und erleuchteten die Nacht.

  

29Juli
2014

9. Tag

Heute morgen wuchteten wir die Koffer in den Bus, wir machten es uns in dem Bus bequem. Mehr oder weniger. Und es ging los. Eine 5 stündige Fahrt zur Lagune.

Wir waren fast angekommen, als es heftig zu regnen und zu gewittern begann. Der Busfahrer musste einen Gang zurück schalten, da sich der Weg in einen reißenden Bach verwandelt hatte. Doch der Bus hielt durch und nach einer kleinen Weile kamen wir im Paradies an. Das Hostel liegt direkt an einem Vulkankratersee, welcher der sauberste und wärmste Mittelamerikas ist. Es gibt eine Strandbar, jede Menge Hängematten, Kanus, mit den man auf den See paddeln kann, ein Volleyballfeld, bunte Vögel und Brüllaffen. Im glasklaren Wasser schwimmt eine Schwimmbrücke.

Den Rest des Tages verbrachten wir im Wasser. Wir brachten die Schwimmbrücke zum schwanken, turnten auf den Kanus rum und waren ganz schön erschöpft als wir zum essen aus dem Wasser stiegen. Die Auswahl die es an Essen gab überwältigte uns. Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, setzten wir uns an den Strand und sahen auf das bereits spiegelglatte Wasser. Da der See ein Vulkankrater ist, zeichneten sich um ihn herum die dunklen Siluetten der Berge ab.

Einige kamen auf die Idee, nochmal im dunklen schwimmen zu gehen. Wir gruselten uns ein wenig, weil Linda zuvor Legenden von Affenmenschen erzählt hatte, die angeblich auf uns lauern. Aber das machte das Ganze eigentlich nur noch spannender. Als einzige helle Punkte auf dem düsteren See sprangen wir von der Schwimmbrücke ins Wasser und legten uns dann auf sie und schauten in die Sterne. Von Zeit zu Zeit zuckte ein verirrter Blitz über den Himmel, der von dem jetzt fernen Gewitter übrig geblieben war.

 

 

 

29Juli
2014

8. Tag

Am Morgen des 8. Tages brachen wir zu dem “Canion de Somoto“ auf. Ein Bus brachte hin. Jedoch mussten wir noch eine kleine Wanderung machen um direkt zum Canion zu gelangen. Wir liefen Kühen über den Weg, durchquerten den Fluß des Canions, teilweise zu Fuß, teilweise schwimmend. Das letzte Stück brachte uns ein kleines Floß auf die andere Uferseite. Dann wurde der Canion plötzlich tiefer und wir fanden einige Stellen an denen man hoch auf die Klippen klettern konnte und von ihnen herunter springen konnte. Das beschäftigte uns eine Weile. Wieder und wieder erklommen wir die Klippen und sprangen in das kühle Wasser.

Wir planschten den ganzen Tag im Wasser, sonnten uns auf den heißen Steinen oder kletterten in den beeindruckenden Canion umher.

Als das Floß uns wieder zurück brachte und wir das letzte Stück wieder über die Kuhwiese liefen waren wir alle sehr erschöpft.

Heute war unser letzter Tag in Ocotal, und der Ausflug in den Canion war ein perfekter Abschluss! Aber unsere Reise ist ja noch lange nicht beendet. Morgen früh werden wir unsere Koffer packen müssen und fahren an die Lagune, an der wir die zweite Woche verbringen werden.

 

die kleine Wanderung auf dem Weg zum Canion viele, viele Menschen in einem Kanu der wunderschöne Canion The Gang 

29Juli
2014

7. Tag

Vor 4 Tagen waren wir bei einem der Ocolmenas Zuhause. Heute besuchten wir die Familie von Ever und Linda (unsere Spanischlehrer und "Reiseleitung" vor Ort). Wir liefen durch staubige Straßen an kleinen, traurigen Häusern vorbei. Doch die farbenfrohen Blumen, die über jeden Gartenzaun und über jedes Hausdach krochen, ließen “Sandino“ (der Name des Stadtviertels) im Gegensatz zu anderen Gegenden von Ocotal hell und freundlich wirken. Bei ihnen Zuhause angekommen, wurden wir von der ganzen Familie empfangen. Ein Bruder Evers pflückte Kokosnüsse für uns von der Palme, öffnete sie für uns und wir kamen in den Genuss von frischester Kokosnuss.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, besuchten wir das einzige Altenheim in Ocotoal. Die alten Leute saßen teilweise in Rollstühlen, die aus Rollen und einem Plastikstuhl bestanden. Manche waren schon sehr verwirrt oder bereits blind, doch egal ob sie unserer Minishow nur entweder mit den Augen oder den Ohren lauschen konnten, es schien ihnen zu gefallen. Ein 91 jähriger Herr trug ein langes Gedicht vor, ein anderer sang ein Lied für uns.

Calvin jongliert im Altenheim

Doch nicht alle waren so fit auf den Beinen wie der Dichter. Andere wirkten unzufrieden und grummelten in sich selbst versunken vor sich hin. So hofften wir, ihnen eine Freude bereitet zu haben und ein wenig Abwechslung in ihren Alltag gebracht zu haben.

Am Nachmittag fuhren wir in die nahegelegene Stadt “Di Pilto“, wo es kühler und windiger war als in Ocotal. Nach einem kleinen Aufstieg über Treppen und Trampelpfade, konnten wir eine beeindruckende Aussicht genießen.

Katja und Silver  Sandro hat auf dem Weg ein Bein verloren...

Doch leider wurde unser Ausflug vorzeitig beendet, da Alina (die gerade ein freies, soziales Jahr in Ocotal absolviert) sich beim Fußballspielen eine Verletzung am Fuß zuzog und wir zum nächsten Krankenhaus rasten.

Da an diesem Abend im Zentrum der Stadt eine Kulturveranstaltung (Noche Segovian???) stattfand, besuchten wir diese, bei der wir in den Genuss von traditionellen Nicatänzen und Gesang kamen.

Die Veranstaltung fand schon um halb 9 ihr Ende, aber weil wir uns noch nicht voneinander trennen wollten, gingen wir alle gemeinsam in eine Bar, in der wir bei Livemusik und guter Stimmung beisammen saßen.

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